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Thujahecke pflanzen und pflegen

Eine Heckenbepflanzung als Grundstücksbegrenzung Eine Heckenbepflanzung als Grundstücksbegrenzung - die Thuja eignet sich dafür besonders Foto: Karsten Paulick auf Pixabay

Die robuste, pflegeleichte Thujahecke bietet natürlichen und attraktiven Sichtschutz

Noch immer gilt die als „Lebensbaum“ bekannte Thujahecke als „spießig“. Dieses Urteil trägt die schnellwachsende Pflanze zu Unrecht, denn das hübsche Gewächs lebt anspruchslos und bietet wegen des dichten Wuchses ganzjährig zuverlässigen Sichtschutz. Außerdem können Sie Ihren Garten mit der kompakten Zypresse für wenig Geld einrahmen und auf natürliche Weise eingrenzen.

Typische Eigenschaften der Thuja

Typischerweise trägt der Abendländische Lebensbaum dichte Verzweigung, eine kegelförmige Krone und gebogene Äste. Die längsrissige Borke zeigt eine orangebraune Färbung.

An die Triebe der Thuja schmiegen sich die schuppenförmigen Blätter flach an. Die Blätter der wilden Zypresse färben sich auf der Oberseite mattgrün, im Winter olivgrün. Beim Zerreiben verbreiten die Blätter und Triebe einen aromatischen, frischen Duft.

Darüber hinaus trägt der Lebensbaum männliche und weibliche Blüten an einer Pflanze, jedoch voneinander separiert (Einhäusigkeit). Männliche Zapfen wachsen bis etwa zwei Millimeter Größe und entwickeln eine rötliche Färbung. Weibliche Zapfen wachsen an den Triebspitzen und zeigen sich anfangs hellgrün, später hellbraun. Die konisch geformten Zapfen erreichen eine Länge von bis zu acht Millimeter.

Reife Zapfen klappen auf und entlassen geflügelte Samen.

Herkunft

Insgesamt sechs Arten unterteilen die Thuja. Sie wachsen entweder in Nordamerika oder in Ostasien.

Liebhaber entscheiden sich für den Morgenländischen Lebensbaum, die Thuja orientalis. Sie wächst in China und der Mandschurei. Auch der Japanische Lebensraum (Thuja standishii) gehört zu den Raritäten. Beide Arten sind weniger frosthart als die nordamerikanischen Verwandten, daher sind sie weniger verbreitet.

Fachkreise ordnen die Thuja botanisch der Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae) zu.

Pflanzzeit für die Hecke

Sie pflanzen die Thuja-Hecke im Frühling oder im Spätsommer, idealerweise direkt nach Ende der Frostperiode im April und Mai, denn in diesen Wochen erwärmt sich der Boden und die Wurzeln bilden sich schneller aus als im Winter.

Als alternative Pflanzzeit bietet sich der Frühherbst nach der Sommerdürre an, Anfang Oktober. Viel später sollten Sie die Hecke nicht mehr pflanzen, weil der Thuja nicht mehr bis zum Wintereinbruch einwurzelt.

Der richtige Abstand

Setzen Sie die Pflanzen im Abstand von jeweils 40 bis 50 Zentimetern in den Boden. So entwickelt sich die Thuja-Hecke optimal, wächst und gedeiht dicht und gesund.

Drei geeignete Thuja-Arten für Heckenbepflanzung

Thuja als Hecke

Thuja als Hecke Foto:

Die Thuja Brabant wächst mehrstämmig und reift rasch zu einem zuverlässigen Sichtschutz heran. Diese pflegeleichte starke Pflanze bildet kräftige Triebe aus. Nur Trockenheit und Rückschnitte ins alte Holz verträgt die Pflanze nicht.

Auch die Thuja Excelsa (Riesen-Lebensbaum) erreicht schnell eine beachtliche Größe und eignet sich als Anfängerpflanze. Die Pflanze bildet sattgrüne und glänzende Blätter aus, die die Pflanze das ganze Jahr über zieren. Der Riesen-Lebensbaum übersteht strenge Fröste gut und gedeiht mit kräftigem, attraktivem Blattwerk. Lange Trockenperioden und Rückschnitte ins alte Holz bereiten allerdings auch der Thuja Excelsa Probleme.

Als dritte Option für Heckenbepflanzung empfiehlt sich die pflegeleichte Thuja Smaragd mit seiner beeindruckend tiefgrünen Laubfärbung. Die Pflanze wächst zu einer kräftig und dicht zu einer kompakten Hecke heran. Jedoch wächst die Smaragd etwas langsamer als andere Vertreter. Lange Trockenheit macht dieser Pflanze zu schaffen.

Der ideale Standort

Setzen Sie Ihre Lebensbäume an einen sonnigen bis halb-schattigen Platz und vermeiden Sie Pflanzung an dunklen Ecken. Feuchter Boden, der auch im Sommer nicht gänzlich austrocknet, ist ideal.

Unterstützend mulchen Sie, beispielsweise mit Rasenschnitt, um das Austrocknen zu verhindern. Alternativ pflanzen Sie Ihre Thuja-Hecke in eher kalkhaltigem, sandigem Lehmboden.

Gute Humusversorgung und ausreichend Bodenfeuchte auf saurem Sandboden gewährleistet kräftiges Heckenwachstum.

Wichtig: Pflanzen Sie den Thuja nicht an Weg- oder Straßenrändern, da das Gehölz empfindlich auf Streusalz reagiert.

Thujahecke anlegen in sechs Schritten

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Nachdem Sie die Thuja bei einem Gartenfachmarkt oder Versandhändler erworben haben, können Sie mit dem Anlegen der Hecke beginnen.

  1. Bereich abstecken

Zuerst befestigen Sie die Richtschnur an Holzpflöcken, Verlauf-Richtung der Hecke. Mit einem „gestochenen Mastwurf“ (Knotenname) schlingen Sie die Schnur um die Pflöcke. Die Schnur muss absolut waagerecht liegen, denn sie gibt die Unterkante der Hecke vor; die Gerade hilft Ihnen bei der Orientierung.

Legen Sie dann die Lage der Pflanzlöcher mit Sand oder Markierungsspray fest. Unkrautvlies, falls vorhanden, schneiden Sie großzügig über Kreuz ein.

  1. Pflanzenlöcher ausheben

Grasnarben entfernen Sie im Bereich der Heckenbepflanzung und heben die Pflanzlöcher mit einem Spaten aus. Die ausgehobene Erde lagern Sie seitlich. Später befüllen Sie damit die Löcher.

Heben Sie das Pflanzloch in der doppelten Breite der Wurzelballen aus. Die Lochtiefe sollte der Höhe der Wurzelballen entsprechen.

Anschließend lockern Sie die Grubensohle rund 10 Zentimeter tief auf, um die Verfestigung der Thuja-Pflanzenwurzeln im Boden zu erleichtern.

Tipp: Bei geringen Pflanzenabständen heben Sie einen vollständigen Graben aus. Dadurch fällt die Korrektur bei der Festsetzung der Pflanzabstände leichter.

  1. Pflanzen einsetzen

Setzen Sie wurzelnackte die Thujen in den richtigen Pflanzabständen direkt in den Boden. Bei Containerware entfernen Sie vor dem Einsetzen den Pflanztopf. Ballenware öffnen Sie nach dem Einsetzen in das Pflanzloch am Knoten, damit das Ballentuch nicht in der Pflanze verwächst. Das Tuch streifen Sie zu etwa einem Drittel herunter. Es verrottet mit der Zeit.

Orientieren Sie sich am vorherigen Standort der Pflanzen und setzen Sie sie möglichst tief in den Boden. Eine Färbung am Wurzelhals markiert bei wurzelnackten Pflanzen die Tiefe. Allgemein gilt: Pflanzen Sie die Thuja lieber zu flach als zu tief ein und unterfüllen Sie Ihre Pflanzen mit der ausgehobenen Erde.

  1. Boden der Hecke mit Erde auffüllen und befestigen

Mischen Sie Kompost und die empfohlene Anwendungsmenge Dünger unter die ausgehobene Erde und füllen Sie die Erde bis zur Oberkante in das Pflanzloch.

Durch vorsichtiges Antreten verdichten Sie die Erde im Pflanzloch. So unterstützen Sie die Thuja-Pflanze beim selbstständigen Aufrechtstehen. Mit der Zeit verdichtet sich der Boden durch Gießen zusätzlich.

Rütteln Sie die Pflanzen der wurzelnackten Lebensbäume, um die Hohlräume zwischen den Wurzeln mit Erde zu befüllen.

  1. Gießrand formen

Um den Wurzelbereich formen Sie einen Gießrand aus Erde, um das Wasser auf dem Platz zu halten. Lassen Sie den Gießrand einige Wochen stehen, damit die Heckenpflanzen anwachsen können.

  1. Thujahecke gießen

Füllen Sie den Gießrand mit Wasser, bis er fast überläuft und wiederholen Sie den Vorgang, wenn das Wasser versickert.

Gegebenenfalls stochern Sie mit dem Spaten nach, um den Wurzelbereich richtig einzuschlämmen und so Hohlräume aufzulösen. Bewässern Sie die Thuja in den ersten Monaten durchgehend.

Thuja gießen und düngen

Junge Thujen benötigen ausreichend Wasser, mehr als ältere Pflanzen. Freistehende Thuja-Hecken nehmen ihren Feuchtigkeitsbedarf über Regenwasser auf. Dennoch sollten Sie an trockenen und heißen Tage gelegentlich wässern. Mischen Sie Rindenmulch unter die Erde, damit der Boden Feuchtigkeit besser speichert und auch an hitzigen Tagen nicht austrocknet.

Schon bei der Pflanzung sollten Sie dem Boden Kompost beimengen. So düngen Sie auch auf lange Sicht. Zudem können Sie der Thuja-Hecke einmal jährlich einen Hecken-Dünger mit hohem Magnesium- und Stickstoffgehalt verabreichen. Ab August verzichten Sie auf die Düngung, damit sich die Pflanzen auf die Winterruhe einstellen können.

Thujahecke schneiden – das ist zu beachten

Kürzen Sie die Thuja-Hecke zeitig im Frühjahr, denn jetzt stehen noch keine neuen Triebe. Im Frühling können Sie große Hecken kräftig zurückschneiden. Auch im Frühsommer gelingt ein großzügiger Schnitt der Lebensbäume. Nutzen Sie die Wachstumspause der Pflanzen im Juni, denn jetzt schließen die Pflanzen ihre Wunden gleichmäßig – die Thuja wächst zu diesem Zeitpunkt langsamer. Zudem sollten Sie Schnittstellen vor Hitze schützen.

Junge Triebe schneiden Sie an bewölkten Tagen und schneiden Sie nicht zu tief. Sonst entstehen Löcher, die das Gesamtbild stören. Außerdem dauert es lange, bis sich die Löcher auf natürliche Weise schließen und verwachsen.

Hinweis: Kontrollieren Sie die Thuja-Hecke vor jedem Schnitt auf versteckte Vogelnester und warten Sie, bis die Jungvögel ausgeflogen sind.

Schutz im Winter

Thuja im Winter

Thuja im Winter Foto: Robert Forster auf Pixabay

Die ausgewachsene Hecke ist robust und winterhart. Einige Arten vertragen bis -25 °C oder -35 °C.

Versorgen Sie die Pflanzen während einer trockenen Winterzeit mit genug Wasser.

Wenn Sie Ihre Thujen in Pflanzgefäßen halten, müssen Sie die Gefäße im Winter schützen.

Übrigens: Bräunliche Blätter im Winter sind normal – sie passen sich der Jahreszeit an. Handlungsbedarf besteht erst bei braunen, absterbenden Blättern. Hier treibt die Miniermotte ihr Unwesen.

Fazit

Thujen sind pflegeleicht und gewährleisten zuverlässigen Sichtschutz. Mit ausreichender Wässerung und einem gelegentlichen Schnitt danken es Ihnen die Pflanzen mit üppigem Heckenwuchs.

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