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Terrassendielen selbst verlegen: Mit diesen Tipps meistern Sie diese Arbeit souverän!

Terrassendielen selbst verlegen Terrassendielen selbst verlegen Foto: Christine Bird / shutterstock.com

Eine ansehnliche Terrasse lädt insbesondere während der warmen Jahreszeit zum Verweilen und Entspannen ein. Falls Sie sich beim Einrichten für Terrassendielen aus Holz entschieden haben, erwartet Sie eine warme und gemütliche Atmosphäre. Nichts passt besser zu einem Aufenthalt im Garten als ein Terrassenboden aus Holz. Die Dielen können Sie mit etwas Know-how selbst verlegen. Lesen Sie hier, was Sie beachten müssen.

Vorbereitung – Material und Werkzeug

Bevor Sie zur Tat schreiten, ist es sinnvoll, Material und Werkzeug richtig auszuwählen und bereitzulegen. Insbesondere bei der Auswahl der Holzsorte gibt es einige beachtliche Unterschiede. Auf dem Markt stehen verschiedene Holzarten zur Auswahl zur Verfügung. Wählen Sie am besten die Variante, die Ihnen am ehesten zusagt oder selektieren Sie das Material, das zu Ihren Wohnvorstellungen passt.

Diese Werkzeuge sollten bereithalten:

  • Akkuschrauber
  • Bohrmaschine
  • Handkreissäge / Kappsäge / Stichsäge
  • Hartholz-Bohrer
  • Bits
  • Senker zum vollständigen Versenken der Schrauben in den Terrassendielen
  • Abstandshalter
  • Montagezwingen

Falls Ihnen noch ein Werkzeug fehlt, ist das eventuell die Gelegenheit für eine Neuanschaffung. Vor dem Kauf sollten unbedingt Tests und Vergleiche bei der Auswahl des Werkzeugs berücksichtigen. Sie finden z.B. auf werkzeug-abc.de einen guten Vergleich von Handkreissägen für Ihr Projekt.

Welches Holz ist für Terrassendielen geeignet?

Terrasse mit Holzdielen

Terrasse mit Holzdielen Foto: ©bignai – stock.adobe.com

Bei der Auswahl der richtigen Holzsorte für Ihre Terrassendielen stehen Ihnen tropische sowie heimische Hölzer zur Verfügung. Die Materialien werden in behandeltem oder unbehandeltem Zustand angeboten. Daneben können Sie Holzverbundstoffe (WPC) verwenden. Das sind keine verarbeiteten Hölzer, sondern es handelt sich um eine Mischung aus Holzfasern und Kunststoffen. Die Verwendung von WPC, was für Wood Plastic Composite steht, bietet sich an, falls Sie einen Boden suchen, der bei Nässe wenig aufquellt. Diese Terrassendielen sind zudem pflegeleicht. Allerdings haben sie den Nachteil, dass sie sich bei Hitze schnell aufheizen.

Die Unterschiede der Holzangebote für Terrassenböden im Überblick:

– Terrassendielen selber verlegen mit Tropenholz

Für die Verlegung Ihres Terrassenbodens eignet sich schweres und massives Holz am besten. Einige tropische Hölzer weisen hervorragende Eigenschaften auf. Beispielsweise enthalten sie einen natürlichen Holzschutz, der durch ätherische Öle, die im Holz vorkommen, gebildet wird. Als Holzsorten für Terrassendielen bieten sich Teakholz, Garapa oder ähnliche Arten an.

Außerdem ist aktuell die asiatische Holzsorte Bangkirai wegen ihrer zahlreichen guten Eigenschaften für Terrassendielen ein begehrtes Produkt. Diese Holzart zeichnet sich durch Massivität, ein hohes Gewicht und eine gute Tauglichkeit im Außenbereich aus.

Falls Ihnen tropische Hölzer gut gefallen, müssen Sie beim Kauf Wert auf das Vorliegen eines Siegels legen. Zum Beispiel wird das FSC-Siegel häufig verwendet. Die Abkürzung steht für Forest Stewartship Council. Dadurch können Sie sicher sein, dass die Holzsorte aus einer Plantagenzucht stammt. Bestehende Waldbestände wurden demnach nicht durch die Abholzung dezimiert.

– Die Verwendung von heimischen Hölzern für Terrassendielen

Einige Verbraucher sind der Ansicht, dass Siegel wie das FSC-Abzeichen keinesfalls fälschungssicher sind. Viele Nutzer greifen daher bei der Auswahl von Terrassendielen lieber auf heimische Hölzer zurück. Für die Verwendung von heimischem Holz für Terrassenböden eignen sich am besten Robinie, Douglasie oder ein Nadelholz wie die Lärche. Diese Holzarten zeichnen sich ebenso durch eine lange Haltbarkeit sowie eine fortdauernde Beständigkeit aus.

– Thermoholz für die Verlegung von Terrassenböden nutzen

Im Handel finden Sie bei der Suche nach den richtigen Terrassendielen weitere Holzarten wie Buche, Esche oder Erle. Diese Holzsorten werden in den meisten Fällen als sogenanntes Thermoholz angeboten. Dabei wird häufig das Kürzel TMT verwendet, das für Thermally Modified Timber steht.

Dieser Ausdruck bezeichnet die Behandlung mit Hitze, mit der das Holz vorbehandelt wurde. Bei dieser Art der Bearbeitung geht es darum, den besagten Holzsorten Sauerstoff zu entziehen. Diese werden auf mehr als 200 Grad Celsius erhitzt. Das hat zur Folge, dass die Aufnahmefähigkeit von Wasser herabgesetzt wird. Außerdem erhöht dieser Vorgang die Widerstandskraft sowie die Haltbarkeit der Hölzer wesentlich.

Tipp: Entscheiden Sie sich am besten vor dem Kauf für eine bestimmte Holzsorte. Mischen Sie keine Dielen unterschiedlicher Holzarten unter Ihre Auswahl. Dadurch schaffen Sie sich eine einheitliche Bodenfläche. Die einzelnen Hölzer reagieren in der Regel verschieden auf Witterungsbedingungen.

So befestigen Sie Ihre Terrassendielen richtig!

Verschrauben der Terrassendielen

Verschrauben der Terrassendielen Foto: Dewald Kirsten / shutterstock.com

Verwenden Sie für die Befestigung Ihrer Terrassendielen idealerweise rostfreie Schrauben, die aus Edelstahl gefertigt wurden. Am besten eignen sich V2A-Schrauben. Falls Sie ein Holz verlegen möchten, das stark gerbsäurehaltig ist, benötigen Sie spezielle Schrauben wie solche aus V3A-Material. Diese sollten die Auszeichnung ’säure- und wasserfest‘ aufweisen. Bei der Schraubenlänge können Sie die Dicke Ihres Terrassenholzes ausmessen. Die Schrauben dürfen etwas mehr als die doppelte Länge dieser Messwerte aufweisen.

Bei der Auswahl der Schrauben ist es sinnvoll, Torx-Schrauben zu nutzen. Diese zeichnen sich durch eine hohe Stabilität aus. Sie können diese Schraubensorte sehr gut mit einem Akkuschrauber einschrauben, ohne dass Sie Probleme mit dem Verbiegen oder dem Bruch der Schraubköpfe hinnehmen müssten.

Sinnvollerweise bohren Sie die Löcher Ihrer Hartholzdielen vor. Verwenden Sie für diese Arbeiten idealerweise einen Bohrer, der circa einen Millimeter dicker als die verwendete Schraube ist. Das ist eine gute Maßnahme, um dem Holz noch genügend Raum zu lassen, um nach den Bohrungen zu arbeiten.

Planen Sie die Verlegung Ihrer Terrassendielen sorgfältig im Voraus!

Fertigen Sie vor Beginn der Arbeiten einen Plan Ihrer Terrasse an und zeichnen Sie dort ein, wie Sie die Terrassenhölzer verlegen möchten. Dabei ist es wichtig, dort die genauen Quadratmeterzahlen zu notieren. Dadurch erhalten Sie einen guten Überblick über die Holzmenge, die Sie benötigen. Außerdem können Sie die Hölzer vorher exakt zuschneiden lassen.

Diese Planungsfaktoren sind von Bedeutung:

  • Verlegen Sie die Terrassendielen in Längs- oder Querrichtung?
  • Müssen Dielen vorher abgesägt werden, damit alles genau passt?
  • Auf welchem Grund verlegen Sie die Dielen? Muss zunächst ein Fundament geschaffen werden?
  • Wie möchten Sie den Regenwasserabfluss einplanen. Überlegen Sie, wie Sie das Gefälle planen möchten. Dieses sollte etwa ein Prozent betragen und mit der Richtung der Rillen der verlegten Hölzer übereinstimmen.

Die Planung der Unterkonstruktion

Die Planung der Unterkonstruktion für die Terrasse

Für die Unterkonstruktion der Terrasse sollte der Untergrund möglich ebenerdig sein Foto: Delpixel / shutterstock.com

Die wenigsten Terrassenbesitzer legen bei der Planung Wert auf einen stabilen Untergrund. Dabei muss dieser einige wichtige Eigenschaften aufweisen wie Wasserdurchlässigkeit sowie Tragfähigkeit. Die Haltbarkeit der Terrassendielen hängt tatsächlich von einem optimal ausgewählten Untergrund ab.

Dabei muss die Unterkonstruktion nicht einmal aus kostspieligen Materialien bestehen. Es reicht aus, wenn Sie für die Trägerbalken einige Gehwegplatten verwenden, die Sie nicht mehr benötigen. Für den Unterbau können Sie zunächst eine etwa 20 Zentimeter dicke Schicht aus Schotter und Split auftragen, um die darauf liegenden Steine möglichst waagerecht ausrichten zu können.

Falls Sie die Möglichkeit haben, bietet es sich an, ein Fundament aus Beton zu errichten. Dafür benötigen Sie lediglich eine Art Bagger oder ein ähnliches Werkzeug, mit dem Sie etwa 50 Zentimeter tiefe Löcher ausheben können. Diese werden anschließend mit Beton ausgegossen.

Tipp: Verlegen Sie Ihre Tragebalken stets quer zu den Dielen. Berechnen Sie für den Abstand der Balken etwa das 20-Fache der Dicke Ihrer Hölzer.

Terrassendielen verlegen und befestigen: Die besten Tricks!

Eine schöne Terrasse mit Gartenmöbeln

Eine schöne Terrasse mit Gartenmöbeln Foto: ©Photographee.eu – stock.adobe.com

Falls Ihre Terrassendielen eine leicht gebogene Form aufweisen, ist das kein Grund zur Sorge. Mit Schraubzwingen oder Spanngurten lassen sich die verbogenen Hölzer leicht wieder in die richtige Form bringen. Bei der Verlegung müssen Sie auf jeden Fall darauf achten, dass die zuerst verlegten Hölzer gerade sind. Die anderen Dielen werden sich beinahe automtisch an den Formen dieser Terrassenhölzer orientieren.

Die Ausrichtung der Hölzer erfolgt rechtwinklig zu den Balken. Beachten Sie außerdem einen Abstand von etwa fünf Millimeter zur Hauswand. Verwenden Sie immer zwei Schrauben je Balken. Die erste Schraube wird vorne verwendet und die zweite hinten. Damit verhindern Sie, dass sich Ihre Hölzer von innen heraus aufwölben.

Tipp: Beachten Sie beim Schrauben die richtigen Linien und halten Sie stets die gleichen Abstände ein.

So vermeiden Sie Fehler

Wenden Sie bei der Planung und bei den Vorarbeiten die größte Sorgfalt auf. Messen Sie Abstände genau aus und verwenden Sie die gemessenen Werte immer wieder. Dadurch erhalten Sie ein gleichmäßiges Ergebnis.

Arbeiten Sie sorgfältig bei der Erstellung des Untergrundes. Achten Sie darauf, dass Sie eine ebene Fläche haben und die Balken nicht zu weit auseinanderstehen. Andernfalls könnten die Hölzer später durchhängen.

Die häufigsten Fehler im Überblick:

  • Untergrund uneben oder Fundament schwach
  • Anzahl der Tragbalken zu gering
  • Dielen liegen im Wasser oder in der Erde
  • fehlender Abstand für die Fugen zwischen den Terrassendielen
  • verkehrtes Vorgehen beim Verschrauben

Die richtige Pflege Ihrer Terrassendielen

Nach dem Verlegen Ihrer Terrassendielen muss eine Erstreinigung mit Wasser erfolgen. Dafür können Sie einen groben Straßenbesen nutzen. Dieser eignet sich am besten, um Schmutz zu beseitigen und die Hölzer auf eine Oberflächenbehandlung mit Öl vorzubereiten.

Tipp: Entfernen Sie regelmäßig Laub und Schmutz von Ihrer Terrasse. Damit beugen Sie Nestern aus Feuchtigkeit und damit Pilzbefall vor.

Fazit: Terrassendielen selbst verlegen – Erfolg mit den richtigen Tipps

Falls Sie Ihre Terrassendielen selber verlegen möchten, stehen Sie mit diesem Vorhaben nicht alleine da. Die meisten Terrassenbesitzer erledigen diese Arbeiten im Alleingang. Es ist nicht einmal schwierig, die Terrassenhölzer selber zu verschrauben. Mit den richtigen Tipps und Hinweisen steht einem perfekt verlegten Terrassenboden nicht viel im Weg. Wichtig ist, richtig vorzuplanen und sich die Maße der Terrassenfläche genau zu notieren. Alle Dielen sollten gleichmäßig und auf einer gut vorbereiteten Unterkonstruktion verlegt werden. Ein entspannter Sommer auf der eigenen Terrasse alleine, mit der Familie oder mit Freunden ist der Lohn für die Arbeit.

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