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Carport selber bauen: So geht’s mit einem Carport Bausatz

Moderner Carport an Einfamilienhaus Ein Carport schützt Ihr Fahrzeug Foto: © schulzfoto - stock.adobe.com

Wer keine eigene Garage hat und den Wagen trotzdem vor Wind und Wetter schützen möchte, sollte über ein Carport nachdenken. Dieses schützt den PKW zuverlässig und kann verhältnismäßig einfach selbst gebaut werden. Alles, was Sie dazu brauchen: Einen geeigneten Stellplatz, passendes Material und ein wenig Zeit.

Was ist ein Carport und welche Varianten gibt es?

Bei einem Carport handelt es sich vereinfacht gesagt um eine Überdachung, welche den Wagen vor Nässe, Wind und anderen Einflüssen schützt. Es gibt Carports, welche nur aus einem Dach bestehen und solche, die zwei oder drei geschlossene Seiten haben.

Carports unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich der Bauweise, sondern auch in puncto Material. Es gibt zum Beispiel Carports aus Holz, aus Alu und sogar welche mit einem verglasten Dach. Auch im Hinblick auf die Größe gibt es viele Varianten. Möchten Sie nur ein Auto hier abstellen oder doch lieber zwei bis drei?

Carport selber bauen – das muss beachtet werden

Wer ein Carport selbst bauen möchte, sollte am besten mit einem Bausatz arbeiten, der ausdrücklich für Laien gedacht ist. Dieser ist in der Regel schon so geplant, dass man selbst mit wenig Erfahrung keine Probleme beim Zusammenfügen haben wird. Vorsicht ist trotzdem immer gefragt, schließlich handelt es sich um einen Bau, der stabil und sicher stehen soll.

Die Voraussetzung für ein Carport, das im besten Fall viele Jahre lang hält, ist eine hochwertige Verarbeitung. Deshalb sollten Sie sich vorab genau darüber informieren, welcher Hersteller und welches konkrete Modell das Beste ist. Aufschluss darüber geben zum Beispiel die Rezensionen anderer Verbraucher, die von ihren Erfahrungen berichten. Überlegen Sie sich außerdem, aus welchem Material das Carport gefertigt sein soll. Die meisten fertigen Bausätze lassen dem Verbraucher die Entscheidung: Holz oder Metall.

Sie benötigen nicht nur den passenden Plan und gute Materialien, sondern auch gutes Werkzeug. Wenn Sie den Carport anhand eines fertigen Bausatzes bauen wollen, brauchen sie trotzdem nicht allzu viel. In der Regel genügt es, wenn Sie einen Hammer, eine Wasserwaage, eine Säge und einen Spaten sowie einen Zollstock bereitlegen. Diese Werkezuge sollten sich in jedem Haushalt befinden. Eine kleine Auswahl an verschieden großen Muttern, Schrauben, Nägeln und Schraubenziehern kann ebenfalls nicht schaden. Diese Dinge werden zwar meiste mitgeliefert; geht etwas verloren, ist es trotzdem gut, wenn man sofort einen Ersatz hat.

Vorteile eines Bausatzes

Mit einem Carport Bausatz lässt sich ein Carport sehr gut selber errichten

Mit einem Carport Bausatz lässt sich ein Carport sehr gut selber errichten Foto: ©Thomas Aumann – stock.adobe.com

Entscheiden Sie sich für Carports als Bausatz, müssen Sie sich keine eigenen Gedanken über die Themen Design, Haltbarkeit und Statik machen. Der Bauplan wurde bereits so für Sie ausgeklügelt, dass sowohl die Maße als auch die Materialien perfekt miteinander harmonieren. Würden Sie ohne den Bausatz ein Carport bauen, müssten Sie viel Zeit in die Planung investieren. Hierbei passieren natürlich häufig Fehler.

Sie haben eine große Auswahl beim Bausatz für ein Carport. Nicht nur in Sachen Aussehen dürfen Sie genau den Bausatz wählen, der perfekt zu Ihrem Grundstück passt, sondern auch bei den Maßen. Die meisten Hersteller bieten verschiedene Varianten an und beraten Sie ausführlich, falls Sie noch nicht genau wissen, wie die Grundfläche und die passende Höhe richtig vermessen wird. Kurz: Mit einem Bausatz gehen Sie sicher, dass am Ende das Carport weder zu groß, noch zu klein oder anderweitig unpassend wird.

Sie sparen mit einem fertigen Bausatz viel Zeit. Sie müssen nämlich nicht alle Einzelteile und Kleinteile mühsam online oder im Baumarkt einkaufen. Stattdessen liefert Ihnen der gewählte Hersteller alles, was Sie brauchen, als Komplettpaket.

Was kostet der Bau eines Carports?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Sie könne mit einem großen Rahmen zwischen 1000 und 8000 Euro für das Carport rechnen. Da die verschiedenen Materialien unterschiedlich kosten, variiert der Preis sehr stark. Generell sollte der Grundsatz gelten: Qualität vor Preis. Trotzdem müssen Sie nicht blindlings das teuerste Angebot kaufen, in der Hoffnung, es sei das Beste. Vergleichen Sie stattdessen die einzelnen Produkte sehr genau. So lässt sich Geld sparen, welches Sie anderweitig sicher besser anlegen können. Besonders ausschlaggebend für den Preis ist, welches Holz verwendet wird und wie viel Material verwendet wird. Je mehr Wände das Carport hat und je größer die Grundfläche ist, desto teurer. Auch die Art der Materialveredelung ist ausschlaggebend.

Man kann heutzutage schon sehr günstige Carport bauen, welche manchmal sogar unter 1000 Euro kosten. Sie selbst müssen entscheiden, ob diese Modelle Ihren Ansprüchen an die Optik und an die Haltbarkeit genügen. Wenn das Holz zum Beispiel unzureichend geschützt wird, kann sich Schimmel, Moos und Moder bilden. Sie müssen einzelne Elemente oder das ganze Carport dann mit der Zeit austauschen. Auch das kostet Geld, das die meisten Menschen am Anfang nicht veranschlagen.

Besonders edel sehen Carports aus Aluminium aus. Diese kosten oft mehr als solche aus Holz. Dafür sind sie sehr beständig, leicht und einfach zu verbauen. Kosten entstehen des Weiteren durch den Zement für das Fundament, für die einzelne Pfostenträger und für den Kies.

Wann ist ein Carport genehmigungspflichtig?

Bringen Sie bereits vor dem Kauf des Bausatzes in Erfahrung, ob das Carport eine Genehmigung braucht oder nicht. Sie erfahren in der Landesbauordnung Ihres Bundeslandes oder Ihrer Gemeinde, welche Bedingungen erfüllt sein müssen. Fragen Sie direkt beim Bauamt nach, falls Sie diese Informationen nicht im Netz finden. Achten Sie bei Ihren Recherchen unbedingt darauf, dass es sich um aktuelle Informationen handelt – am besten aus dem gleichen Jahr, in welchem Sie bauen wollen.

Meistens schreiben die Bundesländer bestimmte Grenzwerte vor, die unbedingt eingehalten werden müssen. Falls Sie einen Termin beim Bauamt wahrnehmen, nehmen Sie gleich das passende Formular mit und zudem eine Kopie der Flurkarte. Dann sparen Sie sich Zeit, weil Sie vor Ort direkt zur Sache kommen können und nichts mehr nachreichen müssen. Die meisten Bauämter wollen außerdem eine Baubeschreibung sehen, anhand der entschieden wird, ob der Bau des Carport genehmigt wird oder nicht.

Besprechen Sie außerdem mit Ihren direkten Nachbarn, ob dieser etwas gegen den Bau des Carports hat. So werden Unklarheiten von Anfang an aus der Welt geschafft. Sie müssen einen festen Abstand zum Grundstück des Nachbarn einhalten – unabhängig davon, ob dieser sich am neuen Carport wirklich stört.

Fazit

Wollen Sie den Wagen zuverlässig schützen und dabei nicht zu viel Geld ausgeben, kommt der Carport Bausatz infrage. Achten Sie auf Qualität, Einfachheit und einen angemessenen Preis.

Über Fabian Möbis (44 Artikel)
Seit vielen Jahren bin ich schon im Internet unterwegs und nun auch als Blogger. Als gelernter Immobilienkaufmann und Fachwirt beschäftige ich mich mit tagtäglich mit dem Thema Immobilien und Hausbau.

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