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Kalte Wintertage – Warum das richtige Lüften ausschlaggebend ist

Stoßlüften statt Fenster kippen im Winter Stoßlüften statt Fenster kippen im Winter Foto: jill111 / Pixabay

Die meisten Menschen mögen es kuschelig warm, vor allem an kalten Wintertagen. Dementsprechend glüht die Heizung, während die Fenster meist geschlossen bleiben. Doch um Feuchtigkeit und Schimmelbildung zu vermeiden, ist frische Luft unabdingbar! Wir klären auf, wie Sie richtig lüften.

Täglich entstehen mehrere Liter Wasserdampf im Haushalt, sei es durch das Duschen, Baden, Kochen oder Wäsche trocknen. Aber auch während wir schlafen, produzieren wir mehrere Liter Wasserdampf, welche sich im Zimmer absetzen. Um diesen nach außen abtransportieren zu können, ist es wichtig, täglich gut zu lüften.

Stoßlüften statt Fenster kippen

Kippfenster sorgen nicht für einen Luftaustausch, sondern vielmehr dafür, dass die Wände auskühlen und Feuchtigkeit im Zimmer entsteht. Das Kondenswasser an den Fenstern kann somit Grund für eine Schimmelbildung sein. Darüber hinaus treibt eine derartige “Lüftung” die Energiekosten unnötig in die Höhe. Die Heizung läuft dabei ununterbrochen auf Hochtouren, um den Raum zu erwärmen, gleichzeitig aber entweicht die warme Heizungsluft sofort nach draußen. Regelmäßiges, jedoch gezieltes und kurzes Stoßlüften dagegen, ist effektiver. Die Feuchtigkeit kann so rasch nach außen entweichen und die Wärme bleibt im Wohnraum enthalten.

Etwa 5-10 minütiges Lüften bei kalten Außentemperaturen im Winter reicht aus, um Luft  zirkulieren zu lassen. Im Sommer sollte man diese Zeit auf 15-20 Minuten ausweiten, da warme Luft mehr Feuchtigkeit beinhaltet.

Verschiedene Wohnräume und Temperaturen

Wie lange bzw. häufig gelüftet werden sollte, hängt auch davon ab, welche Temperatur im Zimmer vorherrscht. Als Richtlinie für das Lüften gilt: Je kühler die Temperatur im Zimmer, desto häufiger sollte gelüftet werden.

Schlafzimmer: Auch wenn man sich tagsüber in der Regel nicht häufig im Schlafzimmer aufhält, wird die Luft in der Nacht umso mehr “verbraucht”. Eine Person produziert durch Schwitzen pro Nacht ca. eineinhalb Liter Wasserdampf im Schlaf, weshalb es wichtig ist, gerade  hier jeden Morgen 5-10 Minuten durchzulüften.

Küche: Obwohl meist eine Dunstabzugshaube genutzt wird, gelangt häufig doch noch viel Dampf bzw. Fett in den Raum. Nach dem Kochen sollte also ebenfalls 5-10 Minuten durchgelüftet werden, um entstandene Feuchtigkeit und Gerüche entlüften zu können.

Bad: Insbesondere im Badezimmer ist feuchte Luft durch das Duschen oder Baden unvermeidbar. Wichtig ist hier, nach dem Dusch- oder Badevorgang ausgiebig zu lüften. Sollte kein Fenster vorhanden sein, ist ein gut funktionierendes Ablüftungsgerät sinnvoll. Beschlagene Fenster und Spiegel mit Kondenswasser lassen gut erkennen, wieviel Feuchtigkeit sich im Raum befindet und wie lange man lüften sollte.

Außenwände frei lassen

In wenig beheizten Räumen, wie beispielsweise dem Schlafzimmer, sollte man zudem darauf achten, dass Außenwände, welche ohnehin schneller auskühlen, nicht mit Möbeln zugestellt werden. Ist dies aus Platzmangel nicht möglich, ist es dennoch ratsam, seine Möbel zumindest mit einem Abstand von 5-10 cm zur Wand zu platzieren, sodass genügend Luft entlang der Wand zirkulieren kann und Schimmelbildung umgangen wird.

Fazit

Richtiges Lüften vermeidet Feuchtigkeit in den Räumen und sorgt zudem für weniger Energieverbrauch. Denn wer mit einer konstanten Temperatur heizt und dabei regelmäßig stoßlüftet, vermeidet neben Schimmelbildung auch, dass die Außenwände auskühlen und die Zimmer erneut voll aufgeheizt werden müssen. Ein zusätzlicher Stromvergleich bzw. Gasvergleich kann darüber hinaus für eine Ersparnis der Energiekosten sorgen.

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