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Umzug in die erste Wohnung – ein Ratgeber

Umzug erste Wohnung Endlich in die erste Wohnung umziehen Foto: ©goodluz - stock.adobe.com

Wer in die eigene Wohnung zieht, der wagt den ersten Schritt in die Selbstständigkeit. Doch ein eigenes Dach über dem Kopf bringt nicht nur Rechte mit sich, sondern auch jede Menge Verpflichtungen. Der Umzug stellt daher für viele junge Menschen eine große Herausforderung dar.

Das sind die Voraussetzungen für die erste eigene Wohnung

Wer die Traumwohnung im Netz oder in den lokalen Anzeigen einer Tageszeitung gefunden hat, sollte sich möglichst bald beim Vermieter oder beim Makler melden. Das Angebot an schönen und bezahlbaren Wohnungen ist knapp. Daher besteht gerade in der Nähe zu Städten eine hohe Nachfrage. In der Regel gilt: Wer zuerst kommt, wird eher bei der Vergabe der Wohnung berücksichtigt.

Hat die Wohnung bei der Besichtigung gefallen und werden Sie als neuer Mieter auserkoren, muss nur noch der Mietvertrag unterschrieben werden. Achten Sie hierbei trotz aller Euphorie auf das Kleingedruckte. Kommt Ihnen etwas komisch vor, kann sich ein kurzer Anruf oder ein persönlicher Besuch beim Fachanwalt lohnen.

Bedenken Sie speziell in Bezug auf die Kaution, dass diese nicht mehr betragen darf als drei Monatskaltmieten. Manchmal verlangen Vermieter sogar nur zwei Kaltmieten. Achten Sie darauf, dass Sie die vereinbarte Kaution so rasch wie möglich überweisen, denn erst dann erlangt der Mietvertrag seine Gültigkeit.

Die Erstausstattung für die Wohnung kaufen

Häufig vergessen werden Produkte aus dem Bereich Kosmetik und Reinigung. Unspektakuläre Dinge wie Waschmittel, Putzutensilien, Klopapier und Co. gehören allerdings zur Ausstattung mit dazu. Sie sollten die Ausgaben für Besen, Handtücher, den Erste-Hilfe-Kasten und sämtliche andere Produkte aus dieser Kategorie von Anfang an einkalkulieren. Am besten gehen Sie bereits mit einer Einkaufsliste in die Drogerie, bevor der eigentliche Umzug ansteht. Fällt Ihnen nach dem Umzug auf, dass etwas fehlt, lässt sich die Kleinigkeit immer noch schnell beschaffen.

Nicht fehlen dürfen zudem Werkzeuge und sämtliche elektrische sowie elektronische Geräte. Dazu gehören neben dem Föhn, diversen Verlängerungskabeln und Computer oder Laptop natürlich auch die Geräte für die Küche. Diese können Sie sich eventuell günstig in einem guten gebrauchten Zustand beschaffen. Wenn mehr Geld vorhanden ist, bietet sich eine teure, hochwertige Anschaffung dieser Art eher an, als während des ersten Umzuges.

Teller, Töpfe, Besteck und alle anderen Utensilien für die Küche sind wichtig. Häufig vergessen werden auch Dinge wie Wäscheklammern, der Wäscheständer und Lampen sowie Bettwäsche. Es bietet sich an, dass Sie einen normalen Tag in der neuen Wohnung im Kopf einmal durchspielen. Überlegen Sie sich genau, was Sie alles von morgens bis abends nutzen würden und schreiben Sie sich diese Dinge auf.

Möbel werden Sie natürlich ebenfalls benötigen. Sofern Sie diese nicht aus dem alten Zuhause mitnehmen möchten oder können, sollten Sie sich neu angeschaffte Dinge direkt in die neue Wohnung liefern lassen. Betten, Schränke und Co. bekommen Sie günstig in gebrauchtem Zustand. Abholen müssen Sie diese dann in der Regel selbst. Das kostet Zeit und Geld.

Den Umzug organisieren

Wenn Sie Geld sparen möchten, sollten Sie nicht auf eine Umzugsfirma zurückgreifen, sondern Freunde und Familie um Hilfe bitten. Sie sollten sich auf die privaten Helfer verlassen können, ansonsten stehen Sie am Tag des Umzuges alleine da. Nennen Sie den voraussichtlichen Termin am besten so früh wie möglich. Das erhöht die Chancen, dass mehr Leute am betreffenden Tag Zeit haben, um zu helfen.

Packen Sie alle Sachen, welche Sie nicht mehr benötigen, ein paar Tage vor dem Umzug ein. Dazu sollten Sie sich rechtzeitig um die Beschaffung entsprechender Umzugskartons bemühen. Am Einfachsten geht das über eine Bestellung im Internet wie z.B. bei der-umzugsshop.de. Das erspart viel Stress am Umzugstag. Achten Sie darauf, dass Möbel rechtzeitig demontiert werden, um den Transport nicht unnötig zu erschweren.

Auch das Transportmittel sollten Sie so früh wie möglich organisieren. Infrage kommen neben den Fahrzeugen von Verwandten oder Freunden auch kleine Lieferbusse, die man gegen Gebühr und Kaution mieten kann. Wichtig ist, dass Sie oder ein Bekannter einen passenden Führerschein besitzen und entsprechend versichert sind.

Das ist nach dem Umzug zu tun

Richten Sie Ihre Wohnung in Ruhe ein und nutzen Sie den Platz sinnvoll. Dazu gehört natürlich der Aufbau der Möbel. Es bietet sich an, eine Grundreinigung der Schränke und der Böden vorzunehmen, bevor alles an seinen Platz kommt.

Sobald die Wohnung eingerichtet ist, wartet die Ummeldung auf Sie. Als Mieter müssen Sie sich bei der Meldebehörde Ihres neuen Wohnorts anmelden. Hierzu müssen Sie in der Regel persönlich erscheinen und eine Bescheinigung des Vermieters sowie den Personalausweis mitbringen.

Nicht nur die Meldebehörde muss die neue Adresse kennen, sondern auch die Anbieter für Strom, Telefon und Internet. Gegebenenfalls können Sie mitsamt einem vorhandenen Vertrag umziehen oder Sie entscheiden sich für einen neuen Tarif. Je früher Sie sich damit beschäftigen, desto eher können Sie sich auf funktionierendes Internet und Telefon ab dem ersten Tag des Einzuges freuen. Vergessen Sie auch nicht die Ummeldung für den Rundfunkbeitrag. Diese muss pro Wohnung bezahlt werden – unabhängig von der Nutzung oder der vorhandenen Geräte.

Die Einweihungsparty erfolgreich planen und durchführen

Wer gut bei den neuen Nachbarn ankommt, der kann sich zukünftig über deren Hilfsbereitschaft freuen. Deshalb ist es wichtig, die direkten Nachbarn oder noch besser als Menschen aus dem gleichen Wohnhaus einzuladen. Natürlich müssen all jene Personen über dieses Zusammentreffen informiert werden, die sich eventuell durch den Lärm oder Essensgerüche belästigt fühlen könnten. Fragen Sie freundlich, ob alle mit der Party einverstanden sind, bevor sie planen.

Die Gästeliste hilft dabei, dass Sie niemanden vergessen. Mindestens alle fleißigen Helfer sowie die Nachbarn und vielleicht die ehemaligen Nachbarn sollten eingeladen werden. Natürlich dürfen enge Freunde, die Kommilitonen oder Arbeitskollegen und die Familie nicht fehlen. Am besten, jede bringt etwas Gutes zum Essen und Getränke mit. Auf diese Weise sparen Sie sich das Geld für die Bewirtung.

Falls Sie lieber selbst für die Verpflegung sorgen wollen, können Sie die Gäste um Mitbringsel bitten, welche Sie in der neuen Wohnung brauchen. Vielleicht möchten die Gäste zusammenlegen und Ihnen mit der Geldsumme zum Beispiel beim Kauf eines neuen Möbelstücks helfen? Vergessen Sie nicht, die Wohnung ansprechend zu dekorieren und zu beleuchten. Wer mehr Platz benötigt, kann die Gäste auch in den Innenhof oder Garten einladen.

Wenn Sie mit einem guten Plan und vorausschauend an die ganze Sache herangehen, dann steht einem entspannten Umzug nichts im Wege. Halten Sie sich an obige Ratschläge und berücksichtigen Sie individuelle Gegebenheiten.

Über Fabian Möbis (38 Artikel)
Seit vielen Jahren bin ich schon im Internet unterwegs und nun auch als Blogger. Als gelernter Immobilienkaufmann und Fachwirt beschäftige ich mich mit tagtäglich mit dem Thema Immobilien und Hausbau.

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