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Wintergarten, mehr nutzbarer Wohnraum

Wintergarten Wintergarten Masson-Wintergarten / Pixabay

Gutbetuchte Engländer erfreuten sich schon im 18 Jahrhundert an ihren Wintergärten.

Die Idee dazu stammt laut der Überlieferung als Ableitung von Gewächshäusern für exotische Pflanzen und Früchten.

Solche „Gewächshäuser“ wurden in der Regel an passender Stelle an bestehende Bauten angegliedert. Mit einem einfachen Mauerdurchbruch wurde so weiterer Wohnraum geschaffen.

Die damaligen Wintergärten waren oftmals kleine architektonische Meisterleistungen. Bestehend aus einer Stahl/Eisen-Konstruktion mit sehr viel Glas dienten diese Räume nicht nur als Aufenthaltsraum. Sehr oft wurde der ursprüngliche Zweck zur Nachzucht exotischer Blumen und Pflanzen beibehalten. Solche Wintergärten ähnelten oft einem kleinen botanische Garten. Stolzen Besitzern war und ist es ein Bedürfnis Besuchern den eigenen kleinen botanischen Garten zu präsentieren.

Unterschiedliche Wintergärten

Durch die grossen und vielen Glasflächen sind Wintergärten schlecht isoliert. Bei Sonnenbestrahlung entstehen hohe Temperaturen, vergleichbar einem Klima wie in den Tropen. In der kalten Jahreszeit muss viel Energie aufgewendet werden um eine behagliche Raumtemperatur zu schaffen.

Schon bei der Planung eines Wintergartens muss überlegt werden, ob der Anbau ganzjährig, oder nur teilweise genutzt werden soll. Dementsprechend muss die Konstruktion und die zu verwendenden Materialien gewählt werden.

  • Ein „kalter“ Wintergarten der im Winter auf maximal 12 Grad erwärmt wird.
  • Ein „mittelwarmer“ Wintergarten. (Raumtemperatur während des Winters 12-19 Grad)
  • Ein Wintergarten der ganzjährig genutzt werden soll. (Raumtemperatur während der Heizperiode um die 20 Grad).

Logischerweise ist der Bauaufwand bei ganzjährig genutzten Wintergärten am höchsten. Hier muss ein vertretbarer Konsens zwischen möglichst viel Tageslicht und einer möglichst optimalen Isolation gefunden werden.

Die erforderliche Heizleistung muss errechnet werden, ebenso die Statik der ganzen Konstruktion, um auch bei grösseren Schneelasten nicht in den Gefahrenbereich zu kommen.

Ein Wintergarten zu bauen hört sich im ersten Moment recht simpel an, ist es aber nicht. An vieles muss gedacht werden, nicht zu vergessen ist auch dass man sich vorab auch die entsprechende Baubewilligung einholen muss.

Eine besondere Herausforderung ist immer die Beheizung. Durch die grossen Glaselemente entsteht auch bei Isolierglas ein grosser Verlust an Wärme. Eine Fussbodenheitzung, wenn möglich durch Erdwärme betrieben ist sicherlich die beste Option.

Wintergärten: Ein Trend auf Erfolgskurs

Nicht nur bei Einfamilienhäusern setzt sich dieser Trend durch. Immer öfters sind Wintergärten auch in der Gastronomie anzutreffen. Besonders Saisonbetriebe wie Strassenkaffees, Ausflugsziele können so die Saison in „die Länge“ ziehen. Auch bei schon etwas kühleren Temperaturen lässt es sich noch angenehm „draussen“ sitzen.

Heutige Wintergärten haben wenig gemein mit Wintergärten von anno-dazumal. Anstelle schwerer Eisenkonstruktionen wird mit leichten Aluminiumprofilen gearbeitet. Auf Wintergärten spezialisierte Firmen bieten Wintergärten im Baukastenprinzip an. Grundsätzlich lässt sich auch ein Balkon in einen Wintergarten umgestalten.

Fachleute beraten potentielle Kunden zu den jeweiligen Verwendungszwecken.

Eine fundierte Beratung ist auch bei einem Wohnwintergarten der Schlüssel zu einem reibungslosen Bauablauf.

Alle sinnvollen Extras können bei der Planung bereits miteinbezogen werden. Nachträgliche Änderungen, die finanziell zu Buche schlagen entfallen. Der Kund weiss dann auch mit welchen Kosten er konfrontiert wird.

Extras wie etwa Sonnenschutz durch Raffstoren, Fenster die bei Bedarf geöffnet werden können, Türen, Schiebetüren, ein Dachfenster zur Belüftung, eventuell auch ein Insektenschutz und Beleuchtung sind in der Offerte definiert und enthalten.

So kann ein toller Wintergarten zu einem Festpreis geordert werden.

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