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Energie sparen im Einfamilienhaus: Fenstermodernisierung

Energie sparen im Einfamilienhaus: Fenstermodernisierung Foto: Brian Babb on Unsplash Energie sparen im Einfamilienhaus: Fenstermodernisierung Foto: Brian Babb on Unsplash

Steigende Energiekosten und eine zunehmende Sensibilisierung für die Nachhaltigkeit der eigenen Vier Wänden, lassen bei einer Sanierung des Eigenheims vor allem die Energieeffizienz des Gebäudes im Fokus stehen.

Energieeffiziente Lösungen bei der Sanierung sparen nicht nur Energie ein, sondern sorgen außerdem auch für ein ausgeglichenes Raumklima. Die Dämmung der Fenster bietet, neben der Dämmung der Außenwände und des Daches, das größte Einsparpotential.

Ein Austausch alter Fenster lohnt sich

Ein Blick auf die Statistiken zeigt – der Tausch alter Fenster kann sich lohnen:

Laut dem Zensus 2011 sind in Deutschland fast drei Viertel aller Wohngebäude vor 1990 gebaut worden und unterlagen somit keinen Vorschriften bezüglich der Wärmedämmung des Gebäudes. Das Wärmedämmmaß dieser Fenster war daher an kein Mindestmaß gebunden. Da bis ins Jahr 1990 überwiegend Fenster mit einer schlichten Einfach- oder Zweifach-Verglasung verbaut wurden, und somit einen durchschnittlichen U-Wert von 2,7  W/(m2K) besitzen, ist das Energieeinsparpotential bei den Fenstern entsprechend groß.

Des Weiteren zeigt eine Aufnahme mit der Wärmebildkamera des Hauses, dass über die alten Fenster deutlich mehr Energie verloren geht als über Fenster mit moderner Isolierverglasung. Über ein Zehntel des Energieverlustes erfolgt über die alten Scheiben.

Durch den Austausch dieser Fenster können Eigenheimbesitzer nicht nur einige Hundert Euro Heizkosten jährlich sparen, sondern durch einen geringeren Energieverbrauch auch ihren eigenen CO2 Ausstoß senken.

Gesetzliche Vorschriften beim Austausch der alten Fenster

Ein Austausch alter Fenster lohnt sich

Ein Austausch alter Fenster lohnt sich jarmoluk / Pixabay

Nach den Energiesparverordnungen 2009 und 2014 sind vom Gesetzgeber bestimmte Dämmwerte für die Gebäudehülle und insbesondere für die neuen Fenster vorgegeben. Diese schreiben einen U-Wert von max. 1,3 W/(m2K) bei neuen Fenstern vor.

Der U-Wert, oder auch Wärmedurchgangskoeffizient, gibt an, wie viel Wärme das Fenster von innen nach außen abgibt. Die Maßeinheit des U-Werts ist Watt pro Quadratmeter und Kelvin und wird aus verschiedenen Koeffizienten zusammengesetzt. Zur Berechnung des Uw–Werts des Fensters, w steht hier für window, werden neben der Größe des Fensters und der Glasdicke auch die U-Werte der einzelnen Bestandteile des Fensters herangezogen: Der Uf-Wert gibt die Wärmedurchlässigkeit des Fensterrahmens (frame) an und der Ug-Wert bezeichnet die Wärmedurchlässigkeit der Fensterverglasung (glazing). Je geringer der U-Wert ist, desto weniger Energie gibt das Fenster nach außen ab und desto besser dämmt es.

Durch moderne Fensterprofile mit besseren Dämmwerten und spezieller Isolierverglasung kann der von der EnEV  (Energieeinsparverordnung) vorgegeben Mindestdämmwert von 1,3 W/(m2K)  bereits durch ein zweifach verglastes Fenster erreicht werden.

 Einsparpotential durch neue Fenster

Neben den gesetzlichen Normen können auch noch weitere Vorgaben, wie z.B. die der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) bei einer entsprechenden Förderung relevant werden. Im Zweifelsfall sollte immer ein Fachmann zur Beratung kontaktiert werden, um den richtigen Wärmedämmwert für die neuen Fenster herauszufinden. Für einen Fensteraustausch, der sich auch in finanzieller Hinsicht lohnt, empfehlen Energieberater den Austausch von den alten Fenstern mit einem Wert höher als 1,9 W/(m2K) – darunter lohnt sich der Austausch weder aus energieeffizienter noch aus finanzieller Sicht.

Werden die alten Fenster gegen moderne mit einem geringeren U-Wert getauscht, kann bei einer Verringerung des U-Werts um 0,1 W/(m2K) pro Quadratmeter Fensterfläche ca. ein Liter Heizungsöl jährlich eingespart werden. Je nach Anzahl der Fenster und der Differenz des U-Werts können so jährlich mehrere hundert Euro an Heizkostenersparnis zusammenkommen.

Die restliche Gebäudehülle sollte auch beachtet werden

Beim Austausch der alten Fenster sollte jedoch auch immer die Sanierung der restlichen Gebäudehülle mit in Betracht gezogen werden. Im besten Fall ist die Fensterscheibe der schwächste Punkt in der Wärmedämmung der Gebäudehülle. Sind die Fenster wärmedämmender als die Wände, bilden diese den kältesten Punkt im Raum. Hier kondensiert die Luftfeuchtigkeit der Raumluft und kann zu Schimmelbildung führen. Um dies zu vermeiden sollte daher auf eine ausgeglichene Dämmung der Gebäudehülle und ausreichende Lüftung der Räume geachtet werden.

Kosten für die Fenstersanierung

Die Kosten für die energieeffiziente Sanierung des Eigenheims lassen sich pauschal kaum beziffern. Je nach gewünschtem U-Wert, Material und zusätzlichen Optionen, wie Schallschutz, variieren die Kosten stark. Für den Tausch eines Einfamilienhauses mit durchschnittlich 10 Fenstern kann mit Kosten von mindestens 10.000 bis 15.000 Euro gerechnet werden. Ein Angebot für günstige und qualitativ hochwertige Fenster erhalten Sie zum Beispiel bei www.deutsche-fensterbau.de.

Energieeffiziente Fenster kaufen- das gibt es zu beachten

Die Sanierung der Fenster lohnt sich wenn der U-Wert der alten Fenster höher als 1,9 W/(m2K)  ist. Hier lassen sich durch die Senkung des Energiebedarfs bis zu mehrere hundert Euro jährlich an Heizkosten einsparen. Um die richtigen Fenster für Ihr Eigenheim zu finden, sollten Sie die geforderten gesetzlichen Normen, sowie eventuelle zusätzliche Vorgaben durch die KfW beachten. Energieeffiziente Fenster können mittlerweile aus allen gängigen Fenstermaterialien hergestellt werden: Holz hat von Natur aus gute Dämmwerte; durch innovative Mehrkammerprofile bieten Kunststofffenster heute aber das beste Preis-Leistungs-Verhältnis in energietechnischer Hinsicht. Die neuen Fenster sollten Sie am besten vom Fachmann einbauen lassen, um Wärmebrücken oder gar Wärmeverluste durch einen falschen Einbau der neuen Fenster zu vermeiden. So steht Ihrem energieeffizienten Eigenheim nichts mehr im Weg.

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